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  1. #1
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    Offener Brief an die View Fotocommunity

    Liebe Community, liebes View-Team,

    ich schreibe diesen offenen Brief in dem Wunsch, etwas Sinnvolles beizutragen und in der Hoffnung, dass sowohl die Community als auch die Redaktion ein ehrliches Interesse an konstruktiver Kritik hat. Seit mehr als 5 Jahren bin ich nun hier dabei und habe in dieser Zeit viele positive Erfahrungen gemacht und – unvermeidlich – auch so manches erlebt, was mich irritiert hat. Mein eigenes Engagement hier hat naturgemäß über diesen Zeitraum variiert und ich habe so manchen „Stern“ in dieser Community aufgehen und wieder fallen (bzw. aussteigen) sehen. Auch bei mir selbst konnte ich beobachten, wie ich einerseits motiviert wurde (z. B. durch die z. T. ausgezeichneten Arbeiten anderer Mitglieder, den ermutigenden Austausch mit einigen Gleichgesinnten und vor allem auch durch den wertschätzenden Grundton, der hier gepflegt wird) und andererseits immer wieder auch frustriert (z. B. durch die z. T. erschreckend negativen Inhalte mancher Bilder, das manchmal fotografisch fragwürdige Niveau und das intransparente Verfahren für die Auswahl auf die Startseite). Am meisten hat mich dabei persönlich irritiert, wie viel Aufmerksamkeit in diesem Rahmen Bilder bekommen, die fotografisch nicht ansatzweise den Grundanforderungen entsprechen.
    Hergekommen bin einfach durch meine Leidenschaft für Fotografie. Ich selbst fotografiere seit meiner Jugend, bin in diesem Bereich formal ausgebildet (Studium der visuellen Kommunikation mit Schwerpunkt Fotografie/Bildkommunikation) und war u. a. auch Lehrbeauftragter für Fotografie an einer bekannten Kunsthochschule. Heute spielt die Fotografie beruflich nur eine Nebenrolle, ist aber nach wie vor ein schöner und wichtiger Teil meines Lebens. Ich glaube also beurteilen zu können, ob ein Bild fotografisch und inhaltlich gesehen eine Qualität hat. Das dies bis zu einem gewissen Grad subjektiv bleibt und dass es geschmackliche Unterschiede in der Wahrnehmung gibt, ist mir völlig klar und auch die Diskussion ob und wie viel ein Foto nun dokumentarisch sein sollte oder manipuliert wurde möchte ich hier nicht aufgreifen. Dazu ist bereits alles gesagt.
    Eine interessante Erfahrung war für mich die sich in diesem Forum abspielende Gruppendynamik, die im Grunde den gleichen Prozessen entspricht, die wir alle noch aus der Schulzeit kennen und die sich in jedem Verein und jeder Reisegruppe beobachten lassen. Dies meine ich ohne Bewertung, aber es hat inhaltliche Auswirkungen. Denn nach meiner persönlichen Wahrnehmung wird hier nicht in erster Linie die fotografische Qualität eines Bildes bewertet, sondern die Sympathie des jeweiligen Mitgliedes. Das schließt nicht aus, dass ein sehr gutes Bild auch eine hohe Aufmerksamkeit bekommt – aber nur, wenn der/die Fotograf/in auch sympathisch erscheint oder in der Gruppe beliebt ist. Es ist m. E. schon augenfällig, dass es hier nicht wenige Profile gibt, die in hoher Zahl Auszeichnungen wie von einer Militäruniform am Revers tragen, auf denen sich aber aus meiner Sicht fotografisch kaum brauchbare Bilder finden. Dann wiederum stoße ich öfter auf Profile von hervorragender Qualität (unabhängig vom Genre), die anscheinend von der Community und der Redaktion kaum wahrgenommen oder sogar ignoriert werden.
    Ich selbst habe kein kommerzielles Account. Dies hat zwei Gründe: Ich bin einerseits der Meinung, nicht mehr als eine Handvoll vernünftiger Bilder pro Woche zu produzieren (wobei die mengenmäßige Begrenzung an sich in der heutigen Zeit schon etwas überkommen anmutet) und finde die mobile Performance der Software für meine Zwecke leider nicht ausreichend. Im Laufe der Jahre habe ich hier bis dato ca. 780 Bilder hochgeladen, davon wurden ca. 460 von anderen Mitgliedern empfohlen. Zu Beginn meiner Mitgliedschaft wurde drei Mal eines meiner Bilder auf die Startseite befördert, danach nie wieder. Ob dies daran liegt, dass ich kein zahlendes Mitglied geworden bin oder die fotografische Qualität meiner Fotografien später als nicht ausreichend erachtet wurde, weiß ich nicht. Desungeachtet haben sich aber sehr schöne „fotografische Dialoge“ mit einigen Mitgliedern hier ergeben, für die ich wirklich dankbar bin. Denn Sie motivieren mich, besser zu werden und mich hier weiter einzubringen. Dies möchte ich u. a. mit folgenden Vorschlägen tun und bin sehr interessiert an Euren Gedanken dazu:
    1. Ich finde es erstrebenswert, die fotografische Qualität wieder stärker in den Vordergrund zu rücken (das dies unterschiedlich interpretiert wird, ist klar), anstatt bestimmte Personen zu „hypen“
    2. Weniger „follow for follow“ wie auf Instagram, Facebook etc. üblich, sondern nur, wenn einem ein Bild auch wirklich gefällt, nicht aus „Nettigkeit“. Mir ist auch das Phänomen der digitalen „Freundschaft“ unverständlich, aus meiner Sicht überholt. Das sich aus der Begegnung hier Freundschaften entwickeln können, finde ich klasse. Einen Button brauche ich dafür nicht.
    3. Das Auswahlverfahren für die Startseite sorgt nach meiner Wahrnehmung für Frustration und Irritation bei nicht wenigen Mitgliedern. Vielleicht kann dieses Thema noch einmal überdacht werden? Welche Funktion hat die Startseite tatsächlich (nach außen und nach innen gegenüber der Community)? Hier werden aus meiner Sicht kommerzielle Interessen und Notwendigkeiten mit recht subjektiven Wahrnehmungen und Beziehungen verquickt. Es müssten m. E. auch nicht immer zwingend alle Rubriken vertreten sein, sondern es könnte der sich natürlich ergebende Pool an aktuellen Inhalten für eine qualitative Auswahl zugrunde gelegt werden. In jedem Fall erscheint mir das Auswahlverfahren und die Kriterien de facto nicht nachvollziehbar.
    4. Sowohl auf der Startseite als auch innerhalb der Community fällt mir persönlich auf, dass der Wunsch nach Aufmerksamkeit durch entweder möglichst bunte Farben (häufig farblich stark übersättgte HDRs und LZBs), nackte Haut (gern auch mit mehr Fokus auf die Tattoos anstatt auf die Bildgestaltung), extreme Perspektiven, Posen oder Locations leider die fotografisch-inhaltliche Qualität dominiert. Die leisen Töne muss man wirklich unter den vielen Instagram-artigen Filtern suchen. Ich habe im Einzelfall mit alledem kein Problem, mir fällt einfach in der Masse ein deutlicher Trend auf. Vielleicht wäre hier weniger mehr?
    5. Auffallend ist auch, wie häufig sich innerhalb der Community gegenseitig kopiert wird. Sich inspirieren lassen und voneinander lernen, gern. Die Fotografien anderer nachstellen... mit Kreativität hat das nicht mehr viel zu tun. Da können wir uns innerhalb der Community nur selbst disziplinieren. Spannend dazu auch das gleiche Phänomen auf Instagram, sehr schön hier: https://www.instagram.com/insta_repeat/ zu sehen.

    Liebes View-Team, liebe Community, ich hoffe, es fühlt sich niemand auf den Schlips getreten, denn so ist mein Beitrag nicht gemeint. Ich persönlich finde, es gäbe hier die Möglichkeit, diese im Vergleich sehr kleine Community wieder befriedigender zu erleben. Vielleicht ist ja gerade der kleine Rahmen hier eine Chance, mehr auf Qualität zu setzen und sich so ggü. FB, Insta etc. abzugrenzen. Wie ist Eure Position dazu?

    Liebe Grüße Euch allen und einen guten Start in ein noch junges Jahr!

    Lars (zeneye)

  2. #2
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    Moin Lars,
    (fast) 100%ige Zustimmung (da ich aber nun schon lange die menschliche Psyche kenne, befürchte ich, alles bleibt wie es ist).
    Passt auch zu der Diskussion die im Forum Support- und Technik-Forum: Neue Fotos von @akakus gestartet wurde.
    Gruß Utz
    Geändert von schraat_55 (11.01.2019 um 18:35 Uhr)

  3. #3
    Viewer Avatar von Fleckma
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    Deine umfangreichen Ausführungen zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit unserer Community, die grundsätzlich ein dickes "Danke schön!" und eine differenzierende Antwort verdient.

    Dein Appell zu mehr Qualität ist lobenswert, doch ist diese nicht objektiv messbar und unterliegt somit subjektiven Kriterien. Das gleiche gilt für die redaktionelle Auswahl (Galerie) und für die Startseite. Die redaktionelle Auswahl spiegelt sicher den fotografischen Zeitgeist (Akt/nackt, gesättigte Farben, HDR ...) wider, dem sich auch eine Redaktion nicht verschließen kann. Man beachte nur die Auswahl an Themen aus der Community auf der stern.de-Seite. Trotzdem gibt es z.B. sehr viele Bilder, die in schwarz-weiß ausgearbeitet sind.

    Den Trend vom Kopieren anderer kann ich nicht nachvollziehen. Nicht jede Motivähnlichkeit ist eine Kopie; nicht jede Gestaltungsvariante ein Plagiat! Die Grenzen sind sicherlich fließend, aber wer billig kopiert oder sogar plagiiert, bestraft sich doch nur selbst ...

    Von Ausnahmen abgesehen, ist der kommunikative Stil in dieser Community sehr wertschätzend. Es sind viele Freundschaften und Einladungen zu gemeinsamen Fototouren entstanden, die über digitale Empfehlen-Klicks weit hinaus gehen.

    Also mit viel Gelassenheit und Freude an unserem gemeinsamen Hobby grüße ich, Martin.
    Geändert von Fleckma (16.01.2019 um 08:49 Uhr)

  4. #4
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    Lars du hast dir sehr viel Arbeit gemacht!

    Im Wesentlichen sehe ich das ähnlich wie von Fleckma bereits beschrieben.

    Hier noch ein paar Ergänzungen:
    wenn ich deinen Vorschlag richtig verstanden habe Lars, würde hier kaum ein Stein auf dem anderen bleiben...
    Ob der Umbau dieser Plattform in der von dir angesprochenen Komplexität auch von Seiten der Betreiber als wirtschaftliche Investition angesehen wird, wage ich jedoch stark zu bezweifeln. Wenn man Kerstins Antworten auf alltägliche Probleme verfolgt „wir haben derzeit keine Ressourcen zur Verfügung, etc....“) ist das hier offensichtlich eher ein geduldetes als ein gewinnbringendes Werkzeug der Bertreiber (zumindest kommt das bei mir so an, vielleicht liege ich da auch falsch?!). Und dann sind da ja auch noch die User selbst, die vielleicht gar keinen Wert darauf legen eine zielgerichtete Bewertung zu erhalten sondern vielmehr an einem Austausch und sei er noch so schlicht gehalten, festhalten möchten, als Hobby eben...



    Um deinen Vorschlag dennoch mal im Ansatz aufzugreifen, evtl. ein Lösungsansatz welcher nicht diesen Megaaufwand mit sich bringt und natürlich noch etwas konkreter durchdacht und ausgearbeitet werden müsste (sofern überhaupt realisierbar):

    Beim Upload neuer Fotos wird man bzgl. der SICHTBARKEIT gefragt ob man die Fotos
    -öffentlich
    -nur Freunde
    -privat

    einstellen möchte.

    Evtl. könnte hier noch eine weitere Option integriert werden „anonym“ (wie auch immer das dann umgesetzt werden kann z.B. mit neutralem Avatar und fehlenden Links zum User etc.!?) damit diejenigen die sich eine unverfälschte Bewertung dadurch erhoffen hierüber eine Möglichkeit erhalten. Der User wäre vermutlich selbst angehalten je nach belieben den Grad der Sichtbarkeit nach einer gewissen Zeit oder auch nicht zu verändern. Ist vielleicht auch nur ein Ansatz für weitere Lösungsansätze sollte das ein Thema sein.

    Wo ein Wille ist auch ein Weg, insofern sollte jedem klar sein, dass es immer Möglichkeiten geben wird herauszufinden von wem das eingestellte Foto hochgeladen wurde...

    In diesem Sinne, schönen Sonntag!




    [I]Ist mir gerade noch eingefallen, zwar nicht ganz das das oben beschriebene Thema aber
    hier auch schon oft diskutiert / kritisiert bzgl. der Kommentarqualität in der View.
    Habe ich allerdings selbst nie ausprobiert, kann auch nicht sagen ob das überhaupt noch angeboten wird, bekomme auch kein Geld von denen, dass ich das hier poste (unbezahlte Werbung). Es gibt offensichtlich nichts was es noch nicht gibt.
    https://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/
    Geändert von k-w- (13.01.2019 um 13:01 Uhr)

  5. #5
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    Hallo Utz, danke für deine Rückmeldung. Die menschliche Psyche ist mir persönlich hin und wieder ein Rätsel, aber ich glaube daran, dass man im positiven Sinne etwas bewirken kann. Am besten geht dies gemeinsam - und das setzt natürlich voraus, dass eine Art von Konsens oder lebbarer Kompromiss entsteht. Dies Herauszufinden ist mein Anliegen.
    Viele Grüße Lars

  6. #6
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    Hallo Martin,

    danke auch Dir für Deine konkreten Hinweise. Ich freue mich, dass Du die Sache gelassen siehst : ). Das ist immer gut. Und ich stimme Dir definitiv zu, dass der wertschätzende Umgangston hier ein absolutes Plus ist. In der heutigen Zeit ist das um so wichtiger!

    Mit dem Kopieren meine ich nicht direkt "Plagieren" sondern mehr ein undifferenziertes Nachstellen. Es geht um die Sehgewohnheiten, die sich immer mehr angleichen. Dazu gibt im aktuellen Stern auch einen spannenden Artikel, in dem es um die neue Generation von Smartphones und KI geht, die genau das in Perfektion umsetzt. Am Ende ensteht ein visuell gefälliger Einheitslook. Dies kann man m. E. schon zunehmend beobachten (woanders noch viel mehr, siehe meinen Instagram-Link im Beitrag oben). Ich freue mich immer, wenn ich auf Kreativität stoße und sehe, dass jemand wirklich eigene Aussagen macht.

    Ich denke Qualität lässt sich, bezogen auf eine bestimmte Fertigkeit - sei es ein Handwerk oder eine Kunst - in einem gewissen Rahmen schon beurteilen. So kann ich eine Fotografie in handwerlicher und technischer Hinsicht anhand von Aspekten wie Perspektive, Belichtung, Schärfe, Tonwerte, Umgang mit Farbe, Bildebenen, Rhythmus, Linien, Formen, Textur usw. schon einmal grundsätzlich einschätzen. Und dann ist es aus meiner Sich auch möglich, zu prüfen, ob der/die Fotografierende diese Mittel adäquat (oder sogar gekonnt) eingesetzt hat, um die Bildaussage zu schaffen und zu unterstützen. Das kann auch bedeuten, die "Regeln" gezielt zu brechen durch Unschärfen, Fehlbelichtungen, radikalen Bildschnitt etc. Schwierig wird es an dem Punkt, an dem es darum geht, ob einem ein Bild gefällt oder was es in einem selbst anregt. Hier wird es extrem subjektiv. Ich hatte in den 90er Jahren einmal mit der identischen Mappe (damals s/w Baryt-Prints) Termine bei 10 verschiedenen Galerien in Paris - und habe 10 unterschiedliche Einschätzungen zu meinen Arbeiten bekommen. Das war eine interessante Erfahrung. Alle waren sich jedoch einig über die grundsätzliche fotografische Qualtät. Unterschieden haben sich die Aussagen sehr stark bezogen auf die Bildwirkung und Verwertbarkeit auf dem (Foto-)Kunstmarkt.

    Und ja, Freundschaften durch das gemeinsame Interesse an Fotografie und darüber hinaus: gerne! Mir geht es um die "digitale Freundschaft" und den dazugehörigen Button. Das kommt mir persönlich irgendwie überholt vor.

    Wie dem auch sei, ich freue mich, wenn wir hier auf diese Weise diskutieren. Mein Wunsch besteht haputsächlich darin, die Qualität wieder stärker in den Vordergrundzu rücken (statt der Personen) und mehr Transparenz zu schaffen, was Auswahlprozesse und Bewertungen angeht.

    Mal sehen, was die anderen dazu meinen.

    Viele Grüße

    Lars
    Geändert von zeneye (13.01.2019 um 13:43 Uhr)

  7. #7
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    Hallo zusammen,
    ein realistischer Anfang, wäre aus meiner Sicht, das Empfehlungen und Kommentare anonym abgegeben werden. Wie bei den Aufrufen. Anstatt die Namen, der Empfehlenden und Kommentierenden, würde nur die Anzahl, derselben zu sehen sein.
    Was mein Ihr dazu?

    Gruss Kurt

  8. #8
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    Hallo k-w- (konnte Deinen richtigen Namen Deinem Beitrag leider nicht entnehmen),

    danke auch Dir für Deine Antwort. Toll, dass Ihr Euch für diese Themen interessiert! Zum Thema "Kein Stein auf dem anderen...": Mir geht es ganz bestimmt nicht um "Revolution", sondern dann schon eher darum, ein paar Fragen zu stellen oder Anregungen einzubringen, die vielleicht zu ein bisschen "Evolution" beitragen können - wenn dies auch von anderen gewünscht ist. Daher interessiert mich ja gerade Eure Meinung dazu.

    Zu den Themen "Betreiber" und "wirtschaftliche Investition": Bei so einer Foto-Community handelt es sich um ein aus meiner Sicht nicht ausreichend klar abgegrenztes Gemisch aus wirtschaftlichen und persönlich-privaten Interessen. Die Grenzen zwischen Redaktion und Usern (und den Abstufungen dazwischen) erschließen sich mir nicht deutlich genug. Das birgt aus meiner Sicht Interessenkonflikte. Als Betreiber würde ich persönlich mir mehr Positionierung und Abgrenzung wünschen ggü. der Konkurrenz (im wirtschaflichen Kontext meistens als "Kernkompetenz" umschrieben). Beispiel: Istagram, 500px, Flickr und andere setzen auf Dominanz durch Masse und arbeiten zunehmend/überwiegend mit Algorithmen. Heraus kommt dabei ein gefälliger "Durchschnittsbrei" an Inhalten. D. h. die Ästhetik, die den meisten gegenwärtig am besten gefällt. Das ist naturgemäß trendgesteuert und ändert sich mit der Windrichtung. Ohne Frage können dabei tolle Inhalte entstehen - aber sie ähneln sich zum Verwechseln und wiederholen sich endlos. Da kann man als Konkurrent entweder mitmischen (was offenbar nicht so gut gelingt, denn die View-Fotocommunity taucht bei den Suchbegriffen "beste Fotocommunity" so gut wie nie auf) - oder eben einen ganz eigenen Weg gehen. Der sollte sich dann aber auch deutlich davon unterscheiden. Vielleicht wird es ja eines Tages cool, sich von seinen tausenden Fake-Followern bei Insta zu verabschieden und statt dessen hier bei View einen authentischen Austausch mit wenigen Dutzend mit hoher fotografischer Qualität und gutem Stil zu pflegen, Klasse statt Masse. Dafür würde ich gern auch Geld ausgeben, vorausgesetzt die inhaltliche Qualität und die Performance stimmt.

    Deinen Vorschlag mit der anonymisierten Darstellung der Fotos finde ich interessant. Dann ginge es zumindest auf den ersten Blick wirklich nur um das Bild. User könnten dann, wenn sie auf das Profil gehen, mehr über die/den Fotogrfin/Fotografen erfahren. Vielleicht lohnt es sich, dieses Thema einmal weiter zu denken?

    Auch Dir wünsche ich noch einen schönen restlichen Sonntag und weiter viel Spaß mit der Fotografie!

    Viele Grüße
    Lars

  9. #9
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    Hallo Kurt,
    das ist auch eine Idee! Freut mich, dass dieses Thema auch bei Dir auf Interesse stößt.
    VG Lars

  10. #10
    Administrator Avatar von Kerstin
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    Oha, da bin ich mal vier Tage unterwegs und komme anschließend mit dem Lesen kaum hinterher. Vielen Dank für Eure ausführlichen Gedanken! Ich gehe das alles in Ruhe durch und melde mich wieder, aber bitte gebt mir noch etwas Zeit dafür.

    Viele Grüße
    _________________________________________
    Kerstin

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