Gab es einen Moment, in dem Du die Kamera gern dabei gehabt hättest?
Es sind vor allem Augenblicke, in denen ich Situationen entdecke, die ich gerne festhalten möchte. Ich versuche, die Kamera so oft es geht dabei zu haben. An einen bestimmten Moment, der mir entgangen ist, kann ich mich aber nicht erinnern.
Was würdest Du nie oder nie wieder fotografieren?
Es gibt grundsätzlich nichts, was ich nicht oder nie wieder fotografieren würde. Sobald mich eine Situation oder ein Motiv interessiert, fotografiere ich es.
Gibt es Fotografen, die Dich inspirieren?
Es gibt etliche junge Fotografen in meinem Umfeld, in Büchern, Magazinen oder dem Internet, die inspirierende Arbeiten hervorbringen. Natürlich sind auch bekanntere Fotografen eine große Inspirationsquelle. Die Street-Bilder von Joel Meyerowitz und Matt Stuart oder die des Kollektives In-Public, einige Magnum-Fotografen wie Martin Parr, Alex Webb, Alex Majoli, Eli Reed, Elliott Erwitt und Paolo Pellegrin begeistern mich immer wieder von Neuem.
Auf welcher Titelseite würdest Du Dein Bild gerne sehen?
Auf der Titelseite des "New Yorker", des Kulturmagazins "DU" oder des "stern". Grund dafür ist, dass die erwähnten Magazine nach wie vor längere und qualitativ hochwertige Reportagen ermöglichen.
Was macht in Deinen Augen ein gutes Bild aus?
Ein gutes Bild muss mich emotional berühren. Ich muss hängenbleiben und es länger betrachten wollen. Dabei stehen technische Aspekte nicht im Vordergrund. Sicherlich muss ein minimaler technischer Standard erfüllt sein, aber viel wichtiger ist mir die Aussage, der Inhalt, die Geschichte im Bild. Auch ein rein ästhetisches Bild kann begeistern. Eine Fotografie mit tieferem Gehalt wie bspw. das berühmte Bild von Nick Ut (das Bild eines neunjährigen Mädchens, das mit Brandspuren übersät vor den Wolken eines Napalm-Angriffes während des Vietnamkrieges flieht) hat aber generell eine prägendere Wirkung auf mich.