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VIEWspotlight November 2012

Interview

Kostas Maros

"Sobald mich eine Situation oder ein Motiv interessiert, fotografiere ich es."

Wenn es nach Kostas Maros geht, sollten Streetlife-Fotografen vor allem eines haben: gute Schuhe. Doch natürlich braucht es noch viel mehr. Kostas Maros erzählt uns im Interview von seinem spannenden Beruf.

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Ich bin im Jahr 2007 zufällig mit der Fotografie in Berührung gekommen. Mein ehemaliger Mitbewohner hatte damals eine Einsteiger-Spiegelreflexkamera, eine Canon 450D. Ich kaufte ich mir dasselbe Modell. Anfangs hatte ich keine Ahnung, wie man das Gerät bedient. Blende, Verschlusszeit und ISO waren Fremdwörter für mich. Erst 2009 habe ich angefangen, mich intensiver mit Fotografie zu befassen und endlich auch die grundlegenden technischen Aspekte erlernt.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Ich arbeite momentan mit einer Canon 5D Mk II, einer Leica M9 und zusätzlich mit einer alten, analogen Canon AE1. Ich benutze seit Längerem fast ausschließlich Festbrennweiten, vor allem das 35, 50 und 85mm, da mir die Bildqualität höher erscheint als bei Zoom-Objektiven. Ansonsten verwende ich, wie die meisten Fotografen, das klassische Zubehör (Stative, Filter, Aufheller, Blitz usw.). Meines Erachtens ist die Ausrüstung aber zweitrangig. Wichtig ist der Mensch dahinter, sein Auge und seine Sichtweise.

Wie wichtig ist heute die digitale Bildbearbeitung?
Die digitale Bildbearbeitung hat in den letzten Jahren sicherlich an Bedeutung gewonnen. Was früher in Feinarbeit in der Dunkelkammer erledigt wurde, erfolgt heute in Photoshop. Ich persönlich fotografiere Gegebenheiten: Menschen auf der Straße, in Städten, manchmal Portraits, Landschaften, dokumentiere Situationen oder Zustände. Ich versuche, keine Traumwelt zu schaffen, weshalb ich mit relativ wenig Bildbearbeitung auskomme. Ich bearbeite meine Bilder nachträglich in Lightroom und Photoshop, um die Kontraste zu erhöhen, Tonwerte zu korrigieren, die Schärfe anzupassen usw.. Die Bearbeitung bleibt aber sehr elementar.