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VIEWspotlight August 2012

Interview

Ava Pivot

"Ich arbeite sehr reduziert, mit wenigen Mitteln und minimalem Aufwand."

Ihre Aufnahmen haben eine Seele: Ava Pivot zeigt sinnliche Bilder, die nah am Menschen sind. Die Fotografin, die 1980 in Starnberg geboren ist und heute in Berlin lebt, erzählt uns im Interview, warum sie sich der Natürlichkeit verschrieben hat.

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Mein Interesse für die Fotografie wurde durch einen Zufall geweckt, entwickelte sich sehr schnell zur großen Leidenschaft und wurde dann zu meinem Beruf. Durch abenteuerliche Umwege bin ich dazu gekommen, eine Lehre als Fotografin zu beginnen und bin heute unendlich glücklich darüber. Meine gesamte Ausbildung über habe ich nur analog gearbeitet: Kleinbild, Mittelformat und Großbild. Ich entwickelte Filme in Schwarzweiß und Farbe und vergrößerte Abzüge im Labor. Dabei galt meine Leidenschaft schon immer der Schwarzweiß-Fotografie. Die analogen Zeiten vermisse ich sehr, besonders das Gefühl, auf den Film in der Entwicklungsdose zu warten. Meine ersten Motive waren mein Pferd und mein Hund, die im Laufe der Jahre zu richtigen Profimodellen wurden. Ich liebe an der Fotografie, dass ich dank ihr meinen eigenen Herzschlag gefunden habe. Sie bedeutet mir mehr als die Luft zum Atmen.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Nach einigen Jahren Pause begann ich vor zirca zwölf Monaten wieder zu fotografieren und entschied mich zu einem Wechsel von Canon zu Nikon. Ich liebe den Autofokus meiner Nikon. Sie arbeitet so präzise, wie ich es mir wünsche und lässt mich auch bei starkem Gegenlicht und ganz offener Blende nicht im Stich. Ich arbeite grundsätzlich nur manuell und mit sehr lichtstarken Objektiven. Ich liebe Zooms genauso wie Festbrennweiten. Wenn ich Aufnahmen mache, gibt es fast immer nur meine Kamera, ein Objektiv und mich. Ich mag natürliches Licht und arbeite fast nur damit - so reduziert wie es nur geht.