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VIEWspotlight April 2012

Claus Schwartze

Astrofotografie

Claus Schwartze

Wenn andere Menschen friedlich schlummern, verbringen Astrofotografen ihre Zeit gern im Freien – am liebsten bei eisigen Temperaturen mitten im Winter, weil dann die Rahmenbedingungen besonders günstig sind. Das erste Bild, das Claus Schwartze in diesem Bereich gelang, war nach eigenem Bekunden "grauenhaft". "Doch irgendwie packte mich der Astrofoto-Virus", erzählt der Fotograf. Also kaufte er sich eine günstige Nachführung, zwei Festbrennweiten und ließ seine Canon 40D zur Astrokamera umbauen. Damit eine Aufnahme gelingt, nordet Schwartze die Nachführung der Kamera nach dem Polarstern ein. Dann visiert er den gewünschten Himmelsausschnitt an, fokussiert auf einen sichtbaren Stern und schießt diverse Fotos mit Belichtungszeiten von mehreren Minuten. "Wenn zwischendurch nicht doch wieder Wolken aufgezogen sind, hat man die gewünschten Bilder in Form der sogenannten Lights im Kasten", sagt Schwartze. Allerdings muss nun noch mindestens die Hälfte der Aufnahmen mit aufgesetztem Objektivdeckel wiederholt werden. Die werden später benötigt, um das Rauschen herauszurechnen und die Hotpixel zu eliminieren. Eine Heidenarbeit, aber: "Wenn endlich das Foto von einem Emissionsnebel in 4700 Lichtjahren Entfernung herauskommt, hat es sich gelohnt. Besonders, wenn man das Bild voller Stolz seiner Partnerin zeigt und diese dann sagt: 'Ja, ganz schön. Aber fotografier' doch mal was mit Fell.'
Claus Schwartze arbeitet für eine Versicherung im Bereich Altersvorsorge. 1958 in Greven geboren, lebt er heute in Jesteburg, etwa 30 Kilometer südlich von Hamburg. Dort sind auch all seine Astrofotos entstanden. Mittlerweile hat Schwartze allerdings einen neuen Schwerpunkt für sich entdeckt: die Tropfenfotografie.
Mehr Fotos von Claus Schwartze gibt es in der VIEW Fotocommunity unter dem Usernamen csjburg und auf seiner Homepage.

Claus Schwartze

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