Gibt es Fotografen, die Dich inspirieren?
Ganz spontan: Jan Scholz, Brooke Shaden und Kirsty Mitchell. Ich liebe die Arbeiten dieser drei Künstler und Künstlerinnen. Es ist eine wilde Mischung, aber jeder der drei spricht mich mit seinen Arbeiten sehr an. Besonders Kirsty Mitchell beeindruckt mich mit ihren Konzepten. Großartig finde ich auch die Hochzeitsreportagen von Marianne Taylor. Mich persönlich inspirieren neben den zahlreichen tollen Arbeiten dieser und anderer Fotografen vor allem Musik und Dinge, die ich im alltäglichen Leben sehe.
Was würdest Du nie oder nie wieder fotografieren?
Von Makros über Sport- und Architektur- bis hin zur Peoplefotografie habe ich schon alles ausprobiert. So wie es im Moment aussieht, ist Letzteres der Bereich, bei dem ich bleibe, da ich mich hier am ehesten kreativ austoben kann. Ausflüge in andere Genres sind naürlich nicht ausgeschlossen, denn Abwechslung belebt die Kreativität.
Gab es einen Moment, in dem Du die Kamera gern dabei gehabt hättest?
Vor einigen Jahren bin ich mit dem Postschiff der Hurtigrute die komplette norwegische Küste entlanggefahren. Damals hatte ich zwar meine kleine Zoomkamera dabei und habe jede Menge Bilder gemacht, aber ich würde einiges dafür geben, diese Reise nochmal zu machen - mit dem Equipment, das ich jetzt habe. Ich müsste wohl einen Extrakoffer mit Rollfilmen mitnehmen, weil die Landschaft dort so grandios ist.
Was war Dein ärgerlichstes Erlebnis beim Fotografieren?
Etwas wirklich Negatives oder Ärgerliches ist mir bisher beim Fotografieren noch nicht passiert. Allerdings bin ich manchmal etwas schusselig und habe es schon fertiggebracht, mit dem Fotografieren zu beginnen, ohne den Rollfilm bis zum ersten Bild vorzuspulen und Bilder mit der Holga zu machen, ohne den Deckel von der Linse zu nehmen. Oder ich habe Requisiten auf dem Autodach liegen gelassen, bin losgefahren und wunderte mich beim Shooting, wo die Sachen geblieben waren. Aber das sind eher kleine Missgeschicke, über die ich jetzt schmunzeln muss.