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VIEWspotlight März 2012

Interview

Michael Baganz

"Ein Model muss für mich Emotionen und Leidenschaft transportieren."

Für den Fotografen Michael Baganz ist ein gutes Aktfoto ganz leicht zu erkennen: "Ich sehe es und ärgere mich, dass ich es nicht selbst gemacht habe. Außerdem finden es weibliche Betrachter, insbesondere meine Freundin, toll. Das Bild ist also ‚frauenkompatibel’." Was den gebürtigen Münchner, der heute in Berlin lebt, zu seinen Aufnahmen inspiriert, erzählt er uns im Interview.

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Mein Interesse an der Fotografie wurde buchstäblich auf dem Wühltisch einer Buchhandlung geweckt. Hier fiel mir eine Ausgabe des Bildbands "Fine Nude Art" von Manfred Baumann in die Hände. Kurze Zeit später, Anfang 2009, kaufte ich mir dann aus einer Schnapsidee heraus eine Canon 450D und erklärte meiner Freundin: "Ich werde jetzt Aktfotograf!" Zwar hatte ich Ende der 90er Jahre schon mal ein kurzes Intermezzo als Fotograf, als ich mit einer analogen Spiegelreflex die Fotos für das CD-Cover meiner damaligen Band schoss, jedoch hatte ich kein konkretes Wissen über Blende und Verschlusszeit. Ich sehe mich heute allerdings eher als Quer- denn als Späteinsteiger. Ich arbeite seit über 15 Jahren als Lichtdesigner für TV-Produktionen und Großevents. Somit ist mir der Umgang mit Licht, Fernsehkameras und Bildgestaltung sehr vertraut. Ich hatte schon immer einen hohen künstlerischen Anspruch, doch die Schnelllebigkeit in der Veranstaltungsbranche lässt dafür selten Raum. Aus diesem Grund übt die Fotografie einen so großen Reiz auf mich aus. Das Augenmerk liegt auf einer einzelnen Szene und das Ergebnis der Arbeit ist unvergänglich.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Ich arbeite zurzeit mit einer Canon 5D Mk II, die mit ihrem Vollformatsensor einfach ein sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Meine bevorzugten Objektive wechseln sporadisch zwischen dem Canon L 35-105mm/4, dem L 70-200mm/2.8 und dem 85mm/1.8. Obwohl ich ein großer Fan von "Available Light" bin, habe ich immer zusätzliche Lichtquellen oder Reflektoren im Gepäck. Seit einiger Zeit nutze ich die kleinen und leichten Akkugeneratoren von Elinchrom. Ansonsten ist ein simples Handtuch für mich unentbehrlich. Ich bin bei der Arbeit sehr aktiv und bewege mich viel. Andere Leute gehen joggen und ich eben shooten.