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VIEWspotlight Februar 2012

Interview

To Kuehne

"Ich mache keine Fotos, sondern Bilder."

To Kuehne wurde 1967 geboren. Seit mehr als 20 Jahren ist er als Künstler in den Bereichen Malerei, Fotografie und Musik tätig. In Galerien, Cafés, Büros, Bars und auf Messen präsentiert er seine Arbeiten in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen. Ursprünglich kam Kuehne über die Malerei zur Fotografie, in den letzten Jahren wurden seine Werke aber immer fotografielastiger.

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Ursprünglich komme ich aus der Malerei. Mit Anfang 20 habe ich als Maler gearbeitet, Ausstellungen gemacht und so mein Geld verdient. Hauptmotiv waren Menschen. Aber ich hatte ein Problem, denn ich brauchte meine Zeit und Ruhe und mochte es nicht, direkt vom lebenden Model zu malen. Deshalb fing ich an, die Modelle zu fotografieren, um sie dann vom Foto abzumalen. Außerdem begann ich, beim Film zu arbeiten. Ich war für das Licht bei Film-, Kino- und TV-Produktionen verantwortlich. Das Licht war quasi der Pinsel des auf Celluloid gebannten Bildes. Nach fast 20 Jahren verließ ich das bewegte Bild und konzentrierte mich immer mehr auf reine Fotografie.

Wie wichtig ist heute die digitale Bildbearbeitung?
Sie ist heute genauso wichtig wie früher das Arbeiten in der Dunkelkammer mit verschiedenen Papierhärten und den Möglichkeiten des Abwedelns usw. Aber fairerweise muss ich sagen, dass der Werkzeugkasten der Bildbearbeitung um einiges größer geworden ist, und das schätze ich sehr. Quasi der Umstieg von Höhlenmalerei auf Leinwand und Ölfarbe. In meiner Reihe "Die Kunst sich selbst zu lieben" steckt natürlich sehr viel Bildbearbeitung, da sämtliche Hintergründe, Schatten und Accessoires handgemalt oder montiert sind. Am eigentlichen Foto bearbeite ich selten mehr als Kontrast oder Farbkorrektur. Photoshop ist perfekt für meine Arbeit.