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VIEWspotlight Februar 2012

Daniel Pinto

Círio de Belém

Daniel Pinto

Hunderttausende Gläubige ziehen jedes Jahr im Oktober durch die Straßen von Belém in Brasilien. Sie drängen sich über Plätze und durch Gassen, legen den Weg betend auf ihren Knien zurück oder tragen schwere Kreuze über die gesamte Strecke von fünf Kilometern. Die Prozession findet zur Verehrung der Jungfrau von Nazareth, Maria, statt. "Diese Erfahrung muss man gemacht haben", sagt Fotograf Daniel Pinto. "Ich war persönlich sehr beeindruckt und kann diese Energie, den Glauben, das Leid, die Gefühle und Hoffnungen der Menschen kaum in Worte fassen." Der Legende nach fand im Jahr 1700 ein Mann namens Plácido José de Souza am Stadtrand von Belém ein Bildnis der Heiligen Maria. Die Verehrung des Bildnisses durch Plácido zog andere Gläubige an und wurde zur Legende. An dem Fundort errichtete man eine Wallfahrtskapelle. Für den Fotografen war die Prozession die aufregendste Reportage-Erfahrung, die er bis heute erlebt hat. Daniel Pinto wurde in Campinas im Bundesstaat São Paulo geboren und lebt inzwischen in Belém do Pará in Brasilien. Der 42-Jährige studierte in Deutschland Fotografie und arbeitet seit 14 Jahren als Berufsfotograf. Neben der Anstellung als Fotojournalist bei der Tageszeitung "Diário do Pará", arbeitet Pinto auch für Agenturen aus São Paulo. Am liebsten lichtet der Fotograf Menschen ab: "Die Welt ist so groß und ich wünschte, ich könnte sie komplett fotografisch erfassen, in jeder Ecke des Planeten Fotos machen, die Natur und ihre Menschen zeigen." Mehr Fotos von Daniel Pinto gibt es in der VIEW Fotocommunity unter dem Usernamen DannY und auf seiner Homepage.

Daniel Pinto

"Mit der Zeit muss man als Fotograf lernen, den richtigen Blick für Situationen zu entwickeln, um das herauszufiltern, was besonders ist und was sonst niemand sieht."

Daniel Pinto