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VIEWspotlight Dezember 2011

Interview

Melanie Plum

"Es geht mehr um ein Gefühl als um reine Nacktheit."

Melanie Plum steht für eine Fotografie, die trotz ihres Mutes zur gelegentlichen Opulenz eher subtile Botschaften vermittelt. Nach ihren Schwerpunkten befragt, antwortet die 40-Jährige: "Primär fotografiere ich schöne Frauen. Dabei habe ich von der Aktaufnahme bis zum Portrait schon alles ausprobiert. Ich lege mich allerdings ungern fest. Das ein oder andere männliche Model gab es auch schon vor meiner Kamera." Melanie Plum wurde in Würselen bei Aachen geboren, wo sie auch heute noch lebt.

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Mein Einstieg in die Fotografie war eher ein zufällig. Mitte 2007 benötigte ich ein Profilbild für eine Online-Community. Also nahm ich meine damalige Kamera, eine kleine Cyber-Shot, und versuchte mich an einem Selbstportrait. Von den Ergebnissen war ich derart überrascht und angetan, dass ich mich zu weiteren Experimenten ermutigt fühlte. Etwa ein Jahr später kam es dann zu einer ersten Zusammenarbeit mit einem Model. Seither habe ich mich, sofern man das von sich selbst sagen darf, stetig weiterentwickelt. Ich habe mir alles, was mich interessierte, selbst beigebracht und dabei viel ausprobiert. Die Cyber-Shot ersetzte ich 2008 übrigens durch eine Canon 400D.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Heute arbeite ich mit der Canon 50D. Fünfzehn Megapixel, eine spürbare ISO-Wertsteigerung und ein hochauflösendes Display haben mich letztlich überzeugt. Im Bereich der Objektive nutze ich vor allem diverse Festbrennweiten. Insgesamt ist mein Equipment recht überschaubar, aber ausreichend, da ich viel improvisiere und primär bei available light fotografiere. Ohnehin hängt die Qualität einer Aufnahme ja nicht zwangsläufig vom Einsatz teurer Technik ab.

Wie wichtig ist heute die digitale Bildbearbeitung?
In jedem meiner Bilder steckt ein gewisses Maß an Bearbeitung. Ich spiele gern mit Farben und nutze diverse Filter, um meine Ideen umzusetzen. Zusätzlich hebe ich mit dem letzten EBV-Schliff noch vieles besonders hervor. Die Wirkung, die meine Bilder entfalten, ist also zu einem nicht geringen Teil der Bearbeitung geschuldet.