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VIEWspotlight Dezember 2010

Interview

Benita Heldmann

"Der Jugendstil hat mich schon immer fasziniert."

Benita Heldmann sieht sich selbst eher als Fotodesignerin denn als reine Fotografin. Eine Berufsbezeichnung, die Sinn macht, wenn man sich die Aufgabenfelder vor Augen führt, die sich die Hildesheimerin zu eigen gemacht hat. Mal sind es Werbe- oder Imageaufnahmen, die sie auf Trab halten, dann wieder künstlerische Aktfotos. Mal erstellt Heldmann Design-Konzepte, dann wieder entwirft sie CD-Cover und Plakate, oder sie widmet sich der Bildbearbeitung.

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Fotografie fand ich schon relativ früh spannend. Auslöser meines Bilderwahns war wahrscheinlich eine Pocket zum zwölften Geburtstag. Es folgten Jahre der analogen Fotografie mit unterschiedlichen Minolta-Kameras - echte, schwere Urgesteine. Dazwischen mal etwas Mittelformat vom Flohmarkt: eine Lomo. Schließlich das digitale Fotografieren. Anfangs mit der Olympus E-10, im Moment mit der Canon EOS 5D, meinem Arbeitstier. Ich bin zudem ein Kind der Hochphase des Fotolabors. Filme entwickeln, Chemie ansetzen, Stunden über Stunden unter Rotlicht verbringen oder Farbtöne beim Colour-Abzug bis zum Exzess filtern - das ist neben dem Fotografieren meine zweite große Freude. Auch die Weiterverarbeitung der Bilder mittels chemischer Prozesse begeistert mich. In letzter Zeit hat die Bildbearbeitung am Computer diesen Vorgang übernommen. Ganz ersetzen kann sie ihn nicht, weshalb ich mir zeitnah wieder ein SW-Labor einrichten werde. Ich finde es spannend, alte und neue Techniken miteinander zu verbinden.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Zwar arbeiten einige meiner Freunde begeistert mit Canon, auf die 5D bin ich dennoch eher zufällig gestoßen. Sie hat mich bis heute nicht enttäuscht. Mein Equipment ist überschaubar, außerdem improvisiere ich viel.

Wie wichtig ist heute die digitale Bildbearbeitung?
Wichtig. Sie hat mir meine Laborarbeit zum größten Teil abgenommen und die aufwendige Retusche mit dem Pinsel unnötig werden lassen. Für das Erstellen meiner künstlerischen Bildwelten öffnet sie mir viele Türen. Ideen werden leichter umsetzbar. Filter verwende ich allerdings so gut wie nie. Da bin ich eher ein konservativer Photoshoper.