Get the Flash Player to see this application.

VIEWspotlight Oktober 2010

Interview

Jutta Hof

"Als mir ein Bonobo in die Augen schaute, war es um mich geschehen."

Jutta Hof hat sich mit Leib und Seele der Tierfotografie verschrieben, wobei es ihr vor allem die Menschenaffen angetan haben. In diesem Jahr hat die Frankfurterin zwei Buchprojekte zum Abschluss gebracht und gönnt sich nun erst mal eine wohlverdiente Pause.

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Die Fotografie begleitet mich schon seit meiner frühesten Jugend. Zuerst in Form einer AGFA, später dann mit Polaroid-Kameras, die eine besondere Faszination auf mich ausübten - nicht zuletzt, weil ich das fertige Bild gleich in der Hand hatte. Irgendwann kaufte ich mir eine Spiegelreflexkamera von Nikon, die allerdings fast unbenutzt ihr Dasein fristete. Echte Leidenschaft fürs Fotografieren erfasste mich erst, als es die digitalen Spiegelreflexkameras gab. Den heutigen Schwerpunkt meiner Fotografie stellen Tiere dar, vor allem Menschenaffen.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Bei den kleinen Kompakten gehe ich schon mal fremd - mit einer Lumix oder Sony. Darüber hinaus ist Nikon für mich die optimale Marke geblieben. Die Kameras liegen einfach komfortabel in der Hand. Ich fotografiere mit der D300 und der D700. Erstere kommt bei der Tierfotografie zum Einsatz, die D700 benutze ich zur Architektur- und Landschaftsfotografie. Von meinen Objektiven kommen das AF-S NIKKOR 70-200 mm 1:2,8 G II ED und das AF-S NIKKOR 300 mm 1:2,8 ED am häufigsten zum Einsatz.

Was macht in Deinen Augen ein gutes Bild aus?
Für mich ist ein Bild gut und besonders, wenn ich mich auch morgen noch daran erinnern kann oder erinnern möchte, wobei die technische Ausführung eine untergeordnete, wenngleich nicht unwichtige Rolle spielt. Ein Bild, das mich eigentlich emotional ansprechen würde, verfehlt - schlecht präsentiert - seine Wirkung. Technische Perfektion ohne eine emotionale Aussage ebenso.

Was würdest Du nie oder nie wieder fotografieren?
Ich würde auf keinen Fall menschliches oder tierisches Leid, peinliche, demütigende oder unwürdige Situationen von Mensch und Tier fotografieren.