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VIEWspotlight Mai 2010

Interview

Robert Müller

"Ich würde nie ein Foto provozieren."

"Der Menschenfotograf" wird er von seinen Freunden genannt. Und das zu Recht, denn Robert Müller ist mit seinen Fotos immer ganz nah dran, an seinen Zeitgenossen, und das gleich auf mehreren Ebenen.
1969 in Annaberg Bucholz zur Welt gekommen, lebt Müller heute im Siegerland, genauer in der Kleinstadt Hilchenbach. Sein Beruf bringt es allerdings mit sich, dass der gebürtige Sachse eher selten zu Hause ist. Er baut weltweit Stahl- und Walzwerke, aktuell im indischen Jamshedpur. Immerhin ist es ihm so vergönnt, stets neuen Kulturkreisen und damit auch neuen Geschichten zu begegnen. Im Sommerurlaub geht es für vier Wochen nach Tibet.
Architektur und Street sind Robert Müllers Schwerpunkte, am wichtigsten ist ihm aber das, was er selbst als "Straßen-Portrait-Fotografie" bezeichnet. Er ist eben tatsächlich "der Menschenfotograf".

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Durch die Reisen, die ich in viele Länder dieser Erde unternommen habe: China, Indien, Russland, der ganze restliche Ostblock, um nur einige zu nennen. Meine erste Kamera war eine Nikon F301, die ich immer noch besitze. Dazu kam eine F801. Die ersten Filme waren eigentlich immer schwarzweiß. Begonnen habe ich mit Aufnahmen von Wiesen und Feldern. Später kamen dann Straßenszenen und Menschen dazu. Es war in jedem Fall spannend, auf diese Art und Weise meine Umwelt zu erforschen.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Aktuell nutze ich die Nikon D700. Ich bin bei Nikon geblieben, weil die Pro-Modelle es mir erlauben, meine alten Objektive weiterhin zu verwenden. Darüber hinaus ist Nikon einfach handlich. Um Objektiv-Wechsel zu vermeiden, also Zeit zu sparen, habe ich stets mehrere Kameras bei mir. Meist sind es drei - je eine für Weitwinkel-, Tele- und Normalobjektiv. Für Portraits benutze ich die Makroblitzanlage RC1, ein Stativ nur gelegentlich, bei Natur oder Nachtaufnahmen. Häufig habe ich einen Reflektor im Einsatz.