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VIEWspotlight April 2010

Interview

Peter Hawk

"Was nützt mir ein großer Name, wenn das Bild mich nicht berührt?"

Peter Hawk wird nicht nur als Fotograf, sondern auch zunehmend als Digtial Artist für aufwendige Bildmanipulationen und Retuschen gebucht. Der 33-Jährige arbeitet für diverse Agenturen aus der Werbe-, Musik- und Entertainmentbranche und betreibt in Aschaffenburg ein Studio, in dem er Web- und Videoproduktionen realisiert.

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Als selbstständiger Motorradhändler kam ich Anfang 2008 auf die Idee, meine Teamfahrer in Action mit einer Spiegelreflexkamera abzulichten. Schon bald bemerkte ich, dass mir dieses neue Hobby viel Spaß bereitete. Also machte ich mich auf die Suche nach weiteren Modellen. Die fand ich zuerst im engsten Bekanntenkreis - wie wohl die meisten Anfänger. Mit meiner Nikon D300 shootete ich, was mir vor die Linse kam. Gleichzeitig richtete ich mir in meinem Keller ein Studio ein, das aufgrund seiner niedrigen Deckenhöhe allerdings bald zu klein wurde. In Aschaffenburg hatte ich die Chance, eine leerstehende Lagerhalle zu einem größeren Studio auszubauen, das ich bis heute betreibe. Da es mir irgendwann zu langweilig wurde, ausschließlich Motorradfahrer zu fotografieren, beschäftige ich mich jetzt vor allem mit Composing und ausgefallenen Bildideen.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Anfang dieses Jahres war es soweit. Da ich einige Aufträge in der Konzertfotografie hatte, konnte ich mir endlich meinen lang ersehnter Wunsch nach einer Vollformatkamera erfüllen - eine Nikon D3S. Am liebsten benutze ich eine 50er Festbrennweite und extrem weitwinklige Objektive. Es liegt mir einfach mehr, nah am Motiv zu sein. Außerdem liebe ich ausgefallene Perspektiven, die durch ein Weitwinkel noch verstärkt werden.

Wie wichtig ist heute die digitale Bildbearbeitung?
Also, wer meine Arbeiten kennt, der weiß, dass mein zweiter Vorname "NIK" ist. Um einen außergewöhnlichen Look hinzubekommen, steckt in meinen Bildern meist einiges an Nachbearbeitung. Photoshop ist für mich genauso wichtig wie die Plugins von NIK. Bei meinen Schwarz-Weiß-Bildern schwöre ich auf Silver Effex Pro, mit dem ich genauso wie bei Coloreffex alles punktgenau mit der U-Point-Technologie steuern kann.