Get the Flash Player to see this application.

VIEWspotlight März 2010

Patrick Heisel

Wolfgang-Prummer----08-(16)

Hauptberuflich ist Patrick Heisel Diplom-Sportwissenschaftler. Er arbeitet als Personal-Trainer und Ernährungsberater und betreibt ein Fitness-Reha-Zentrum in Völklingen. Nebenbei modelt er seit über 15 Jahren. Im Gespräch mit VIEWspotlight gewährt uns der 41-jährige Einblicke in die Arbeit eines Aktmodels.

Was macht für Dich ein gutes Aktfoto aus?
Ein gutes Aktfoto fesselt den Betrachter ohne irgendwelche Hintergedanken bezüglich des Nude-Faktors. Man sieht es sich gern und immer wieder an und entdeckt neue Facetten der Begegnung zwischen Fotograf und Model. Was muss ein guter Aktfotograf Deiner Meinung nach unbedingt mitbringen?
Ehrlichkeit und Fingerspitzengefühl gehören auf alle Fälle dazu. Ob extrovertiert, abgedreht oder leise in sich ruhend, ist egal. Vertrauen muss aufgebaut werden und das setzt nun mal ein offenes und ehrliches Miteinander voraus. Mit welchen Aktfotografen arbeitest Du am liebsten zusammen und warum?
Ich habe in der Zwischenzeit mit einigen Fotografen gearbeitet. Es macht übrigens durchaus einen Unterschied, ob dich eine Frau oder ein Mann fotografiert. Generell faszinieren mich Fotografen mit Ideen und außergewöhnlichen Umsetzungen. Ganz oben auf der Liste steht sicherlich Wolfgang Prummer(Foto links), aber auch mit Harald Kröher oder Stefan Gesell hatte ich sehr gute Momente. Diejenigen, die mich von Beginn an motiviert haben, sind Ralf Grömminger und Benno Leinen. Bei den Fotografinnen wäre Manuela Meyer zu nennen oder die erfrischende Gundula Glück. Auch die Zusammenarbeit mit Brad Miller hat mich sehr fasziniert. 2008 hatte ich die Gelegenheit, mit Andreas Bitesnich zu "shooten" und die Ehre, das männliche Model bei seinem Workshop 2009 zu sein. Von wem und vor allem wie würdest Du Dich gern mal fotografieren lassen?
Wie? Vor allem mal angezogen ... Nein, Spaß beiseite, ehrlich gesagt, bin ich nicht unbedingt auf der Suche nach einem bestimmten Fotografen. Es gibt auch viele hochkreative "Namenlose", mit denen ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen könnte. Die VIEW FC hat ebenfalls fantastische Fotografen zu bieten. Allerdings muss ich sagen, dass mich die Aufnahmen von Sylvie Blum schon faszinieren.

Wie läuft in Deinen Augen ein Aktshooting idealerweise ab?
Im Vorfeld sollten schon die formellen Dinge geklärt sein, damit jeder weiß, woran er ist. Auch die Ideen des Fotografen sollten dem Model schon bekannt sein, entweder anhand ähnlicher Beispiele aus dem Internet oder grafisch aufbereitet. Das Model sollte sich voll und ganz auf seinen Job konzentrieren können. Das setzt nun mal eine genaue Planung des Fotografen voraus. Kannst Du Newcomer-Models Tipps für ihre ersten Schritte geben?
Über die technischen Dinge wie Verträge und ähnliches klären heutzutage eigentlich seriöse Internetseiten oder Foren sehr gut auf. Bei der Wahl des Fotografen sollte man sich das Portfolio oder die entsprechende Internetseite genau betrachten. Da heute viele sehr gute Fotografen auch auf TfP-Basis arbeiten, kann das ein gelungener Einstand sein. Wie waren Deine ersten Schritte zum Aktmodel? Wie alt warst Du, als es los ging?
Mein allererste Shooting resultierte aus dem Wunsch, Bilder zu bekommen, die ich meiner Freundin schenken konnte. Das war 1993. Ich habe mich sehr akribisch darauf vorbereitet und mit dem Fotografen Ralf Grömminger schon im Vorfeld alle Details geklärt. Es wurde sogar besser, als ich erhofft hatte. Ralf hat es mir auch sehr leicht gemacht mit seiner ruhigen und unkomplizierten Art. Ein perfekter Einstand. Würdest Du uns ein paar Anekdoten aus Deinem Modelleben erzählen?
Ungewöhnlich waren viele Orte. Das bleibt nicht aus, wenn man viel "outdoor" machen möchte und es auch etwas "spezieller" werden soll. Insbesondere das Shooting in den Everglades mit Brad Miller war sicherlich etwas ganz Besonderes, weil wir ja nie wussten, ob nicht gleich ein paar Alligatoren oder ähnliches auftauchen würden. Ansonsten gab es auch Momente, wo wir das Shooting abbrechen mussten, weil wir nicht mehr erwünscht waren. Aber gerade dort sind teilweise meine Lieblingsbilder entstanden.

Wie wichtig ist Sport für Dich?
Der Sport ist für mich zur Lebenseinstellung geworden. An erster Stelle steht sicherlich das Fitnesstraining an Geräten. Aber auch Training ohne Zusatzgewichte und Cardiotraining auf verschiedenen Ergometern gehören für mich zum Alltag.