Harald Keller
Harald Keller lebt eigentlich in Berlin, hält sich als Leiter von Studienreisen aber häufig in Süd- und Südostasien, sowie dem Nahen Osten auf. Diese Tätigkeit ergänzt sich ideal mit seinem zweiten Standbein, dem Foto-Journalismus. Drei Jahre lang hat Keller im Yellowpress-Bereich für Thomas & Thomas gearbeitet. Seit einigen Jahren ist er als Freelancer unterwegs. In dieser Zeit hat der Religionswissenschaftler und Indologe eine ganze Reihe vielfältigster Projekte verwirklichen können, unter anderem für Mercedes, Geo, Gala, die Bild und das Goethe-Institut. Im April 2010 wird es von Harald Keller eine Ausstellung im Auswärtigen Amt zu sehen geben.
Die hier gezeigten Bilder aus seiner Serie Libanon - Architecture of war entstanden im August 2006 in den letzten Tagen des Israel-Libanon-Krieges. Harald Keller erzählt: „Schwierigkeiten gab es insofern, dass niemand wusste, ob die Grenzen offen und die Strassen befahrbar sind, ob man bebombt wird oder nicht. Die israelischen Drohnen flogen noch über Beirut und man hörte das Summen dieser unbemannten Aufklärungsflugzeuge. Schwierigkeiten gab es auch in Südbeirut, wo man durch die Trümmer nur schwer hindurch kam und wo die Hisbollah den ersten Fotografen teilweise mit Misstrauen begegnete. Fahrzeuge zu organisieren war extrem kostspielig, und man wusste nie, wie weit man kommen würde. Ein gebuchter Fahrer streikte auch mal, als wir zu nahe an die israelische Grenze kamen. In Bint l Jbeil gab es von Kugeln durchlöcherte Krankenwagen. Dazu die ständige Gefahr, auf eine der zahllosen Minen zu treten. Die Israelis setzten nicht nur "Bombis" ein, die kurz vor dem Aufprall viele kleinere Minen freigaben, sondern auch große Tellerminen, die teilweise bewusst in Moscheen platziert wurden und auf die man, falls man nicht höllisch aufpasste, jederzeit treten konnte."
Mehr von Harald Keller in der VIEW Fotocommunity unter dem Usernamen prakash und auf seiner Homepage.