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VIEWspotlight Januar 2010

Interview

Frank Willershäuser

Frank Willershäuser kam 1961 in Gießen zur Welt. Nach beruflichen Wanderjahren und zehnjährigem Großstadtleben in Frankfurt wohnt er heute wieder in der Nähe seines Geburtsortes. Seinen Bildern liegt stets eine sehr sympathische Spontanität zugrunde. Der Viewer der ersten Stunde erklärt seine Abeitsweise so: "Oft sind für den Beobachter einfache Ideen, Schnitte und Perspektiven ebenso verblüffend wie aufwendige Kompositionen, weil wir häufig verlernt haben, simpel zu denken."

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Schon als Bub. Mein Vater hat vor seiner späteren Profession mal eine Lehre bei Leitz begonnen und gerne von der Fotografie, insbesondere der mit einer Leica geschwärmt. Alte Leica-Magazine mit hübschen, nackten 50er-Jahre-Schönheiten (die vor mir versteckt wurden) taten dann ihr übriges. Meine erste Kamera war eine Braun, mit neun Jahren habe ich dann die alte 30er-Jahre-Leica meines Vaters geschenkt bekommen, die ich noch heute besitze.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Meine alte Leica habe ich 25 Jahre lang benutzt, bis ich mich beruflich der Spiegelreflex-Fotografie zuwenden musste. Zur Zeit besitze ich zwei Nikon D80. Die eine nutze ich ausschließlich für berufliche Zwecke, die andere auch privat. An Zubehör verfüge ich über einiges, brauche es nur meist nie. Da bin ich puristisch geblieben und versuche, aus dem vorhandenen Licht mit ruhiger Hand etwas zu machen. Besonders schätze ich da mein 70-300er Nikkor mit Bildstabilisator. Es ist vielseitig und verzeiht einiges - ideal für mich. Auch rückt man bei Schnappschuss-ähnlichen Portraits den Leuten nicht so auf die Pelle, und die Ergebnisse sind natürlicher und entspannter.

Wie wichtig ist heute die digitale Bildbearbeitung?
Ich habe mal einen kleinen Photoshop-Kurs mitgemacht. Zwei Tage später hatte ich alles wieder vergessen. Ich bin eher der Fastfood-Knipser. Alles muss schnell gehen, ebenso die Bearbeitung, die sich bei mir meist auf Licht-Schatten, Kontrast und Farbe beschränkt. Ich habe tatsächlich erst vor ein paar Tagen geschnallt, wie ein Lassowerkzeug funktioniert. Klar, zum Spaß mal einen Filter, aber das nutzt sich schnell ab.