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VIEWspotlight Dezember 2009

Sichtweise

Der Trauerzug

Walter Egloff

Konica Minolta Dimage A200, f11, 1/100s, ISO 50
der Trauerzug walterE Konica Minolta Dimage A200, f11, 1/100s, ISO 50

Einige Monate im Jahr verbringt Walter Egloff in der Heimat seiner Frau, die aus Kamerun stammt. Im November 2005 hielt er sich drei Tage lang in einem kleinen Dorf namens Bikoka auf, wo er im Auftrag der Angehörigen die Beerdigung einer 73-jährigen Großmutter fotografierte. Wie sehr sich diese Zeremonie von westeuropäischen Gepflogenheiten unterschied, beschreibt Walter Egloff wie folgendermaßen: "Trauer hat in Afrika eine sehr viel tiefere Bedeutung als bei uns. In Kamerun kehrt die Leiche immer in ihr Heimatdorf zurück, zu dem die Menschen - auch wenn sie ganz woanders wohnen - nie ihre Beziehung verlieren. Drei bis fünf Tage dauert die rituelle Feier, bei der Hunderte von Personen essen, trinken, schlafen, tanzen, singen und musizieren. Alle Eingeladenen werden von der Trauerfamilie während dieser Zeit verköstigt. Es wird aber erwartet, dass die Gäste Geschenke in Form von Geld oder Naturalien mitbringen, die die Kosten der aufwendigen Zeremonie weitestgehend decken." Wenn sich Walter Egloff nicht gerade in Kamerun aufhält oder andere Länder bereist, ist er in Basel zu Hause. Der gelernte Mediengestalter fotografiert seit etwa fünfzig Jahren, früher als Amateur, seit seiner Pensionierung als Freischaffender. Seine Arbeiten verkauft er hauptsächlich über Stockagenturen wie Fotolia, Panther Media oder iStock. Seit November 2006 kann man Walter Egloffs Bilder in der VIEW Fotocommunity unter dem Usernamen walterE entdecken.

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