Get the Flash Player to see this application.

VIEWspotlight Oktober 2009

Stern FOTOGRAFIE

Lebanon, 2006

Text: Jochen Siemens

Paolo Pellegrin
Lebanon, 2006 Paolo Pellegrin Paolo Pellegrin

Man carries a dead child from the site an Israeli air strike, Qana. Paolo Pellegrin ist Sohn einer römischen Architektenfamilie, und er hätte der Tradition folgend eigentlich Häuser bauen sollen. Ein paar Monate hat er es sogar versucht, aber es gab in Rom auch das Instituto Italiano di Fotografia, eine Schule, die ihn mehr reizte. „Ich wollte wirklich etwas anderes machen“, sagt er. Nach ersten Jobs als Fotograf für italienische Zeitschriften ging Pellegrin Anfang der 90er Jahre nach Paris. Schon damals formte sich seine Bildsprache – ruhige Fotos, meist schwarz-weiß, selten in einem Studio, sondern immer draußen bei den Menschen, der Wirklichkeit. Heute sagt er, dass er immer noch schwarz-weiße Bilder bevorzuge, „weil sie eine andere Bedeutung transportieren. Ein Farbfoto der Flüchtlinge im Sudan zeigt genau das, was an dem Tag passierte, als ich da war. In Schwarz-Weiß aber hat dasselbe Foto die Kraft, umfassender und zeitloser über die Flüchtlinge zu erzählen.“

Zum Profil von Paolo Pellegrin