Klaus Leidorf
Dass er 1987 die Chance erhielt, den Pilotenschein zu machen und Luftbildarchäologe zu werden, bezeichnet Klaus Leidorf selbst als glücklichen Zufall. Seine Lebensaufgabe scheint der Niederbayer damit in der Tat gefunden zu haben. Denn obwohl er seitdem bereits weit mehr als 7000 Stunden in der Luft verbracht hat, erfreut er sich noch immer über jeden einzelnen Tag, an dem er die Veränderungen der Welt von oben betrachten kann. Die Aufnahmen, die dabei entstehen, helfen Naturschutz- verbänden, Wasserwirtschaftsämtern, Städteplanern und vielen anderen mehr. Nebenher veröffentlicht Klaus Leidorf, der mit den Agenturen Corbis in Seattle und AAL in Pretoria kooperiert, das Material aber auch in Büchern, Kalendern sowie einer eigenen Datenbank im Internet, oder er zeigt es bei Vorträgen.
Die Faszination seines Berufs schildert er so: "Das Besondere an der Luftbildfotografie ist die Möglichkeit, die wenigen Reste unberührter Natur und die deutlichen Spuren der Menschen aus dem Blickwinkel des Vogels zu beobachten. Ich finde in allen Bereichen Ausschnitte, die es Wert sind, festgehalten zu werden. Manchmal sind es ganze Landschaften, die mit dem richtigen Licht beziehungsweise unter den richtigen Wetterbedingungen einzigartig schön sind."
Hauptsächlich ist Klaus Leidorf im bayrischen Luftraum unterwegs, seine Arbeit brachte ihn aber auch schon in zahlreiche andere europäische Länder und nach Südafrika. Am liebsten nutzt er dabei die Cessna 172: "Ein kleines, viersitziges Flugzeug, mit dem ich bis zu acht Stunden ununterbrochen in der Luft sein kann. Die oben liegenden Tragflächen erlauben den freien Blick nach unten. Durch das seitliche Fenster, das leicht geöffnet werden kann, entstehen dann die Aufnahmen mit frei in der Hand gehaltenen Kleinbildkameras."
Klaus Leidorf lebt mit seiner Familie im Landkreis Landshut. Weitere Bilder von ihm gibt es in der VIEW Fotocommunity unter dem Usernamen lubikl und auf seiner Homepage.