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VIEWspotlight August 2009

Interview

Monika Brand

"Mich inspiriert meine Tochter."

Monika Brand lebt seit 20 Jahren in Gießen. Neben der Lochkamera-Fotografie und dem alten Edeldruckverfahren Cyanotopie gilt ihre große Leidenschaft dem Portrait: "Ich bin jedes Mal begeistert, wenn sich nach dem ersten 'klicks' oder 'klacks' das Gesicht lockert und die Anspannung einfach abfällt. Und manches Mal habe ich das Gefühl, ein wenig in die Seele schauen zu dürfen. Das ist für mich das größte Geschenk. Und natürlich der Moment, wenn ich die Bilder der/dem Portraitierten dann überreiche und in strahlende Gesichter schaue."

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Fotografiert habe ich eigentlich schon immer gern. Urlaube, die eigenen Kinder, Feten etc. - das übliche eben, stets mit kleinen Autofokuskameras. Ende 2001 habe ich eine Ausstellung der hiesigen Fotografin Barbara Lenz besucht, mit wunderschönen Schwarzweiß-Aufnahmen. Da hat es mich gepackt. So etwas wollte ich auch machen. Glücklicherweise bot Frau Lenz Fotokurse für Frauen an der VHS in Gießen an, wo ich mich sofort anmeldete. Ich lernte den Umgang mit der Spiegelreflexkamera und alles, was dazugehört.
Nach kurzer Zeit entschloss ich mich, die Filme auch selbst zu entwickeln und eigene Vergrößerungen zu machen. Das habe ich mir dann mit der Hilfe von Büchern und der meines Mannes beigebracht. Und es hat sich gelohnt. Im selben Jahr, also 2002, habe ich am Fotowettbewerb "Blende" der "Frankfurter Rundschau" teilgenommen, bei dem über 4000 Bilder eingereicht wurden, und bin tatsächlich auf Platz 6 gelandet. So etwas motiviert natürlich ungemein.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Ich fotografiere immer noch analog, am liebsten mit der Hasselblad 503 CW oder der Nikon F 100. Außerdem nutze ich eine Agfa Click, die zur Lochkamera umgebaut wurde, und natürlich meine geliebten Polaroidkameras, ganz besonders die SX-70. Leider, leider gibt es die wunderbaren SX-Filme nicht mehr ...
Meine Aufnahmen entstehen ausschließlich bei natürlichem Licht - für mich gerade bei Portraits das wirkungsvollste.