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VIEWspotlight Juni 2009

Interview

Andreas Puhl

Ich muss mich bewegen und bewusst Ausschnitte wählen.


Seit vier Jahren erschafft Andreas Puhl mit Hilfe seiner Kamera vor allem dezente erotische Portraits. Seine Bilder sind ästhetisch, natürlich und sexy. Der in Erftstadt bei Köln lebende Fotograf verfügt über ein eigenes Studio und bietet neben seiner eigentlichen Arbeit Schulungen und Workshops an.


Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Anfangs habe ich nur geknipst. Dann entwickelte sich das Interesse, auch zu gestalten. Nach ein paar Versuchen mit Blümchen, Landschaften und Gebäuden war schnell klar, dass ich Menschen fotografieren wollte.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Bevor ich mich für eine Digitalkamera entschieden habe, hatte ich bereits analoge Fotoapparate in allen Ausführungen besessen - von der einfachen "Ritsch-Ratsch-Klick" über den billigen, zweiäugigen Rollei-Nachbau bis hin zur klassischen Spiegelreflex. Dann habe ich mir im Gedenken an eine Nikon FA, die ich mal geliehen bekam, mir aber nie leisten konnte, 2004 eine Nikon D 70 gekauft. Seitdem bin ich bei Nikon geblieben. Aktuell nutze ich eine D 700, deren Lichtempfindlichkeit meiner Vorliebe für Fotos bei natürlichem Licht sehr entgegenkommt. Passend dazu ist mein Lieblingsobjektiv das Nikon 85mm/f1.4 - lichtstark und robust. Ich mag die Zwänge, die es mir durch seine Unflexibilität auferlegt. Ich muss mich bewegen und bewusst Ausschnitte wählen und bleibe so immer auf das Wesentliche fokussiert. Mein Lieblingszubehör ist die Styroporplatte. Ob 50 Zentimeter x 50 Zentimeter oder 2 Meter x 1 Meter, ob am Set oder im Studio: Sie ist fast immer meine zweite Lichtquelle.

Was würdest Du nie oder nie wieder fotografieren?
Sicherlich gibt es Dinge, die ich nicht fotografieren werde. Mit dem Horror- und Splattersujet würde ich mich wohl eher nicht befassen. Kategorisch ausschließen möchte ich das aber auch nicht.