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VIEWspotlight März 2009

Interview

Peter Franck

little3040

Ein gutes Bild muss zeigen, was so noch nicht gezeigt wurde.

Seine Bilder sind ein bisschen Porno. Nur ein bisschen. Seine Kulissen muten manchmal schmierig an. Und manchmal barock nobel. Seine Models wirken eigenartig entrückt. Seine Inszenierungen intim und doch steril. Peter Franck (little3040) macht Fotos für einen immer mitgedachten Betrachter, dessen Voyeurismus ihm deutlich vor Augen geführt wird.

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Durch meinen Bruder, der schon als Kind ein großes Interesse an der Fotografie hatte und jetzt als Werbefotograf arbeitet. Meine erste brauchbare Kamera war eine analoge Nikon F90x und parallel dazu eine Lomo als Ausgleich. Benutzt habe ich immer Farbfilme.

Was macht in Deinen Augen ein gutes Bild aus?
Ein gutes Bild muss anders sein. Es muss zeigen, was so noch nicht gezeigt wurde. Es muss sichtbar machen. Es zeigt einen Ausschnitt, den Bruchteil einer Sekunde dieser Geschichte (der rein biologisch natürlich so nicht gesehen werden konnte). Dieser Bruchteil oder dieses Standbild muss im Betrachter eine Schwingung oder ein Kribbeln erzeugen. Technische Aspekte wie etwa die Komposition sind dabei extrem wichtig, ob sie nun durch Zufall entstanden sind (und erkannt wurden) oder am Rechner generiert wurden. Das wichtigste ist jedoch, ein gutes Bild als solches zu erkennen, und aus gutem Rohmaterial etwas besseres zu generieren.