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VIEWspotlight März 2009

Das Aktmodel

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Model werden, das ist der Traum vieler junger Mädchen. Doch auf was sollte man achten? VIEWspotlight sprach mit Akira Sun, die im Nebenjob modelt und hauptberuflich als OP-Schwester tätig ist. Einblicke in die Arbeit eines Aktmodels.

Akira, Du modelst seit drei Jahren. Wie läuft in Deinen Augen ein gelungenes Aktshooting idealerweise ab?
Ich finde es wichtig, wenn man vorher abspricht, was genau der Fotograf sich vorstellt. Wenn ich am Ort des Shootings ankomme, kann es dann von mir aus gleich losgehen. Ich brauche keine Anlaufzeit. Aber ich setze mich auch gern noch mal mit dem Fotografen zusammen und spreche das Shooting durch.

Mit welchen Aktfotografen arbeitest Du am liebsten zusammen und warum?
Ich arbeite sehr gern mit Janosch Simon (JSFotografie), Daniel Gieseke (triografie), Sascha Hüttenhain und Uwe Johannsen (uwe_johannsen) zusammen. Die Ergebnisse waren jedesmal sehr stark. Und die Zusammenarbeit ist sehr angenehm, wir verstehen uns blendend.

Was ist dir bei einem Shooting besonders wichtig?
Der Fotograf darf das Model auf keinen Fall ungefragt anfassen! Wenn mal eine Strähne verrutscht ist, oder etwas anderes ein Eingreifen erfordert, muss der Fotograf immer erst fragen, bevor er das Model berührt.

Was macht für Dich ein gutes Aktfoto aus?
Es darf nicht gestellt aussehen oder verkrampft. Ich lege großen Wert auf Ästhetik. Das ist sehr wichtig. Ich halte nichts von plumpen Aktaufnahmen.

Wenn Du Dein Dreamteam zusammenstellen könntest, wie sähe das aus?
Natürlich ist es hilfreich, wenn eine Visagistin und eine Stylistin beim Shooting dabei sind. Aber ich kann das auf Wunsch auch gut selbst machen. Dazu ein kreativer Fotograf und eine starke Location.

Arbeitest Du lieber allein oder lieber mit Model-Kolleginnen?
Ich bin da sehr flexibel, bekomme allerdings häufiger Anfragen von anderen Models, sowohl männlichen als auch weiblichen.

Welche Tipps würdest du jungen Newcomer-Models mit auf den Weg geben?
Ich habe mit TFP (time for prints) angefangen, Model und Fotograf bezahlen bei dieser Zusammenarbeit nichts, und können beide die Fotos für die eigenen Werbezwecke nutzen. Bei besonderen Projekten mache ich das auch heute noch ab und zu, um mein Book zu erweitern. Im schriftlichen Vertrag sollten auf jeden Fall die Nutzungsrechte der Bilder für beide Seiten abgeklärt sein. Wenn man dann gutes Bildmaterial hat, kann man sich bei Agenturen bewerben. Dort gibt es die großen Aufträge.
Für den Anfang sind aber Communities wie VIEW sehr gut, um Connections aufzubauen und Erfahrungen zu sammeln.

Wie waren Deine ersten Schritte zum Aktmodel?
Ich habe ja relativ spät angefangen und hätte nie gedacht, dass ich mal so erfolgreich werden würde. Gerade als Asiatin ist es nicht so einfach, weil in Deutschland doch sehr stark der europäische Typ gefragt ist. Ich arbeite jetzt seit vier Jahren als Model und davon etwa drei Jahre als Aktmodel. Ich hatte noch nie Probleme damit, meinen Körper zu zeigen. Ich bin sehr offen erzogen worden.

Würdest Du uns ein paar Anekdoten aus Deinem Modelleben erzählen?
Ich möchte zwar keinen Moment missen. Sehr hart für mich war aber ein Shooting für einen Kalender: Ich habe Höhenangst und musste auf Sardinien auf einen Sandfels, der nicht wirklich stabil schien. Anstrengend waren Unterwasser-Aufnahmen für Aquarium-Nudes. Wir drehten mit neun anderen Models in einem Schwimmbad und da wir erst abends anfangen konnten, gingen die Arbeiten bis tief in die Nacht. Gleich am Anfang hat mir eine Kollegin aus Versehen ins Gesicht getreten, und so hatte ich die ganze Zeit über starke Kopfschmerzen. Aber damit muss man umgehen können.

Von wem würdest Du Dich gern mal fotografieren lassen?
Von Andreas Bitesnich. Dessen Arbeiten finde ich einfach grandios.

Seit September 2006 kann man Bilder von Akira-Sun in der VIEW Fotocommunity finden. Buchen kann man sie über ihre Homepage.