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VIEWspotlight Februar 2009

Weltsicht

Das Wunder von Manhattan

Edouard Gluck

Nikon D200, AF-S 17-55/f2.8,
Das Wunder von Manhattan Edouard Gluck Nikon D200, AF-S 17-55/f2.8,

Als Edouard Gluck das Flugzeugunglück im Fernsehen sah, machte er sich trotz eines eingegipsten Arms schleunigst auf den Weg nach Manhattan. Und tatsächlich gelang es ihm, rechtzeitig vor Ort zu sein. Er nutzte den Gips als Kamerastütze und versuchte, sich durch die brenzlige Situation so wenig wie möglich aus der Ruhe bringen zu lassen. Zusätzlich erschwert wurden seine Bemühungen durch eine unüberschaubare Menschenmenge, die dem schwimmenden Flugzeug hinterher jagte, um das Ereignis mit Handykameras und eigenen Fotoapparaten ebenfalls festzuhalten. "Im heutigen Verdrängungswettbewerb auf dem Digitalmarkt sticht eben das Bild hervor, was sich von den anderen am meisten unterscheidet", sagt Edouard Gluck, "nimm die Kamera überall hin mit, denn Nachrichten passieren ständig. Fotografiere das Andersartige und versuche immer das Beste aus dem zu machen, was du vor Dir siehst. Suche nach alternativen Blickwinkeln." Edouard Gluck wurde 1974 in Miami Beach/Florida geboren. Er lebt und arbeitet in Manhattan/New York. Alte Bilder seiner Eltern, die er als Fenster in die Vergangenheit verstand, faszinierten ihn schon als Kind. Später beschloss er, Fotograf zu werden, um die Kamera als "Zeitmaschine" zu nutzen. Seine ersten ernsthaften Bilder machte er während des Hurrikan Andrew 1992. Edouard Gluck bindet sich selten an Agenturen und arbeitet lieber selbstständig. "Dabei bleibt man ehrlich. Die Arbeit ist klar umrissen und geschieht eigenverantwortlich." Seine fotografischen Schwerpunkte sind vielfältig: von Kämpfen im Irak über Kaliforniens Landschaften bis hin zu Portraits während des Hurrikans Katrina. Mehr aktuelle Bilder bei stern.de

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