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VIEWspotlight August 2008

Im Gespräch

Klaus Fuchs - All that Jazz

Auf Tuchfühlung mit Jazzlegenden

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Solang ich mich erinnere, habe ich gerne Fotos angeschaut, bewusster ab der zweiten Hälfte der 60er Jahre. Eine wesentliche Rolle hat dabei die Fotografie auf den damals noch großen LP-Covern gespielt, im Vergleich zu den doch überwiegend wenig beeindruckenden CD-Covern von heute. Musikzeitschriften und Reportagefotos haben mich interessiert und mein Sehen beeinflusst. In der Zeit entstand der Wunsch, Momente, Begegnungen, Personen, Landschaften, also mein Leben, festhalten zu wollen. Mit meiner ersten Kamera, einer Canon FTb habe ich auf Kodak und Ilford Material meist Portraits von jungen Frauen und Landschaften, aber auch 'Lost Places' fotografiert. Ich schmuggelte meine Kamera 1968 in ein Fleetwood-Mac-Konzert und machte meine ersten Konzertfotos. Noch heute bereitet mir die Musikfotografie im Rock-, Blues- und Jazzbereich viel Freude. Hinzu kommt, dass sich die Fotos gut vermarkten lassen.

Warum hast Du Dich für Deine heutige Kamera entschieden?
Der Kopf ist das Entscheidende bei der Fotografie, das andere ist das Handwerkszeug. Abgesehen von meiner ersten Canon habe ich immer mit Nikon gearbeitet, aber die Marke ist für mich nicht von Belang. Meine damalige Vorliebe für Weitwinkelobjektive habe ich zwar noch, mitlerweile schätze ich aber auch z.B. ein lichtstarkes 50mm-Objektiv, mit dem erstklassige Resultate auch ohne Stativ bei Restlicht möglich sind.

Wie wichtig ist heute die digitale Bildbearbeitung?
Schon zu analogen Zeiten war das Feintuning z.B. eines Fotos im Labor ein absolutes Muss, wobei oft einige Stunden im Labor verstrichen. Die digitale Bildbearbeitung hat mir da das Leben doch erleichtert. Kein Rumstehen mehr im Labor, kein Panschen in der Chemie, stattdessen zu Hause bei einem Glas Rotwein in Ruhe und bei sauberer Luft das Foto bearbeitet. Ohne Bildbearbeitung geht vor allem bei meinen Farbbildern, aber auch bei den sw-Fotos nichts. Es steckt schon einige Zeit darin, bis die Farben so sind, wie ich sie haben will. Ich nutze intensiv die Möglichkeiten von Photoshop CS 2, sowie Filter von Nik und Xero, um Farbe, Schnitt und Kontrast zu beeinflussen.