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VIEWspotlight Juli 2008

Guenter Knop

Guenter Knop - Akteur aus New York

Opulente Kulissen, klare Linien und Bühnenlicht

Wie ist Dein Interesse an Fotografie geweckt worden?
Mein Vater war leidenschaftlicher Fotograf und hat bei Bremaphot, damals Deutschlands größtem Fotohaus, gearbeitet. Trotz des familiären Einflusses bin ich selber erst mit 26 Jahren darauf gekommen Fotografie zu meinem Beruf zu machen. Habe bei Charlotte March in Hamburg assistiert. Was für eine Erfahrung! Ich bin dann nach Amerika und weiter westwärts um die Welt gereist, um Fotografie dort zu erleben. In New York habe ich Henry Wolf kennengelernt und sofort als Freund gewonnen. Fast zehn Jahre haben wir zusammen gearbeitet. Ich war sein Lichtmann. Gleichzeitig habe ich angefangen Akt zu fotografieren. Und Henry und Achim Moeller, ein New Yorker Kunsthändler, waren meine ersten Käufer und haben mich ermutigt, weiter zumachen. Meine ersten Motive waren Freunde und Freundinnen, ausschließlich Amateure.

Gibt es Fotografen, die Dich inspirieren?
Ja, und das kann man in meinen Bildern sehen. Die Zeit von 1910 bis 1930 fasziniert mich besonders, und es sind Männer wie Horst P. Horst, Man Ray, Herb Ritts, Guenter Ross, Frantisek Drtikol und Aubrey Bodine, die ich als Vorbilder sehe. Horst habe ich zweimal getroffen.
Kunstausstellungen wie die Barnes Collection in Philadelphia inspirierten mich zu meinen Kubismusbildern und natürlich andere Ausstellungen in New York und Paris.

Was macht in Deinen Augen ein gutes Bild aus?
Ein gutes Bild ist simpel und hat Linien, die den Betrachter zu dem Punkt führen, der die Aufmerksamkeit erhalten soll. Flach beleuchtete Bilder sind langweilig. Mit Schatten und Kontrasten bekommt man ein dreidimensionales Gefühl.
Technisch muss ein Bild in meinen Augen nicht perfekt sein, aber die Komposition und der Schnitt müssen stimmen. Ein Bild muss den Betrachter emotional ansprechen, auch wenn der nicht weiß, warum.
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