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Serie: Emuratta

...so lautet der Name für das Beschneidungsritual der jungen Massaimänner. Nur etwa alle sieben Jahre gibt es in den Dörfern dieses Ritual - 2011 war für die Gruppe, die mir an diesem trüben Tag im Dezember begegnete, so ein Jahr. Ihr Aussehen symbolisiert, dass sie sich in der 6-wöchigen Phase nach der Beschneidung befinden. In dieser Zeit leben sie isoliert von ihrem Dorf, oft irgendwo im Busch in improvisierten Bomas (Hütten) und sind völlig auf sich allein gestellt.

Sie sind etwa zwischen 15 und 25 Jahre alt. Wenn der Vater denkt, dass sein Sohn noch nicht “reif” für dieses Ritual ist, obwohl es der Initiationsrhythmus eigentlich vorsehen würde, muss der junge Massai weitere sieben Jahre warten, bis es endlich soweit ist - eine Schmach für den Jungen, weil es bedeutet, dass er noch kein “richtiger Mann” ist. Nur beschnittene Massai können auch Krieger werden.

Die Beschneidungszeremonie findet unter Ausschluß der weiblichen Stammesmitglieder im Dorf statt - sie dürfen nicht zusehen aber können natürlich zuhören. Und wehe, der junge Mann weint oder schreit seinen Schmerz heraus - er wird dann noch zusätzlich von den Mädchen und Frauen verhöhnt...

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